WFK Brandschutzklappe DIN EN 15650

Aktueller Hinweis:

Wir möchten betonen, dass die Brandschutzklappen WFK vollumfänglich den produktrechtlichen Anforderungen der EU-BauPVO bzw. der DIN EN 15650 entsprechen und grundsätzlich eingebaut werden können.

Sonderbauten, die der Prüfpflicht nach PrüfVO der Bundesländer unterliegen:

Wir möchten auf das Risiko hinweisen, dass Prüfsachverständige unsere Brandschutzklappen WFK in Sonderbauten die der Prüfpflicht nach der PrüfVO des Bundeslandes unterliegen, in dem sie eingebaut werden sollen, möglicherweise nicht abnehmen.

Hintergrund ist der Folgende: Bei der Prüfung nach den Prüfverordnungen der Länder müssen die Prüfsachverständigen die Prüfgrundsätze der Länder beachten. Die Prüfgrundsätze sind in den meisten Bundesländern den Muster-Prüfgrundsätzen der Bauministerkonferenz nachgebildet. Anlässlich eines Runderlasses des MHKGB Nordrhein-Westfalen vom 13. Juli 2021 legen die Prüfsachverständigen den Begriff der Funktionsprüfung auch in anderen Bundesländern zunehmend derart aus, dass ein Öffnen und Schließen der Klappenblätter erforderlich ist, obwohl im Text eindeutig nur eine Sichtprüfung gefordert wird: Bei unseren Brandschutzklappen WFK ist aufgrund ihrer besonderen Konstruktionsart ein Schließen und Öffnen nicht möglich aber eine Sichtprüfung auf konventionelle Art oder über eine Kamerabefahrung. Auch wenn wir diese Auslegung für rechtswidrig halten, besteht das Risiko, dass ein Prüfsachverständiger die Abnahme der Lüftungsanlage verweigert, wenn das Öffnen und Schließen der Klappenblätter der Brandschutzklappen nicht erfolgen kann. Zwar stehen wir hierzu mit einigen Bauministerien der Länder in Kontakt. Uns ist bekannt, dass sich einige Bundesländer der Auslegung des MHKBG Nordrhein-Westfalen nicht angeschlossen haben. Dennoch sollten in der Zwischenzeit unsere Brandschutzklappen WFK vorsorglich nicht in Lüftungsanlagen eingebaut werden, die am jeweiligen Einbaustandort der Prüfpflicht der PrüfVO unterliegen bzw. vor dem Einbau Rücksprache mit der Obersten Bauaufsicht des Bundeslandes, in dem sie eingebaut werden sollen, gehalten werden.

Mittlerweile haben wir das Verwaltungsgericht Düsseldorf angerufen und um Klärung dieses Vorgangs gebeten.

Funktionsprüfung durch Kamerabefahrung

Dazu sind am oberen und unteren Ende der vertikal verlaufenden Luftleitung Revisionsöffnungen vorzusehen, ebenfalls bei Verzügen der Luftleitung. Dadurch wird sicher gestellt, dass alle Brandschutzklappen WFK über Kamerabesichtigung einer Funktionsprüfung unterzogen werden.

Weitere Revisionsöffnungen sind nicht erforderlich.

DN100 - DN250
Gemäß DIN EN 15650
Zum Einsatz in raumlufttechnischen Anlagen von Gebäuden.

Feuerwiderstandsklasse nach EN 13501-3

  • Massivdecke Nasseinbau EI 120 (ho i↔o)-S
  • Massivdecke Trockeneinbau Weichschott EI 90 (ho i↔o)-S
  • Holzdecken EI 90 (ho i↔o)-S
  • Massivwand EI 90 (ve i↔o)-S
  • Leichtbauwand EI 90 (ve i↔o)-S
  • Holzwände EI 90 (ve i↔o)-S
  • Schachtwand Nasseinbau EI 90 (ve i↔o)-S
  • Schachtwand Trockeneinbau mit Einschubelement EI 60 (ve i↔o)-S
  • Gleitender Deckenanschluss EI 90 (ve i↔o)-S

Inbetriebnahme

Nach Einbau der Brandschutzklappe WFK, bevor der Schacht verschlossen wird, ist der einwandfrei durchgeführte Einbau der WFK innen z.B durch Kamerabefahrung oder Spiegelung und außen durch Augenschein zu kontrollieren. Ist ein Zugang durch Leitungsanschlüsse möglich, kann der Einbau alternativ durch Spiegelung oder mit Hilfe eines Endoskops geprüft werden.

Wartung

Die Wartung ist im Abstand von fünf Jahren durch eine Kamerabefahrung durchzuführen, bei der eine Videodokumentation und die dazugehörige Bewertung der erhaltenen Inspektionsdaten durch einen sachkundigen Mitarbeiter erstellt werden. Diese Daten sind an den Kunden in Papierform und als File auf einem geeigneten Datenträger zu übergeben. Sofern Verschmutzungen der Leitung festgestellt werden, ist eine Leitungsreinigung zu veranlassen. Die WFK wird in diesem Zuge mitgereinigt.
Bei einzelnen Brandschutzklappen ist eine Inaugenscheinnahme ausreichend, die jedoch zu protokollieren ist (z.B. Spiegelung)..

Landesbaurechtliche Vorschriften sind zu berücksichtigen.

  • Einbauvarianten
  • Technische Daten
  • Downloads
  • Zeichnungen
  • Ausschreibungstext

Deckeneinbau in die Massivdecke/Holzdecken

Einbau auf oder unter der Decke

Massivdecken – Normal- oder Porenbeton - Nasseinbau (Mörtel)
Mindeststärke 150 mm
EI 120 (o i↔o) – S

Massivdecken – Normal- oder Porenbeton - Trockeneinbau (Weichschott)
Mindeststärke 150 mm
EI 90 (o i↔o) – S'

Holzdecken - Nasseinbau (Mörtel)
EI 90 (o i↔o) – S



(Brettstapel-/Brettsperrholzdecke Mindeststärke 100 mm mit zusätzlicher Beplankung)



(Brettstapel-/Brettsperrholzdecke Mindeststärke 140 mm)



(Holzbalkendecke Mindeststärke 174,5 mm inkl. Beplankung)

Der freie Querschnitt macht den Einbau geschossweise im Deckenbereich möglich. Ein feuerwiderstandsfähiger Schacht kann entfallen.

Einbau in die Massivwand, Leichtbauwand in Metall- oder Holzständerbauweise und Brettsperrholzwand

Massivwände

Massivwand aus Beton, Porenbeton oder Ziegelmauerwerk
Mindeststärke 100 mm

EI 90 (ve i↔o) – S

Einbau in die Trockenbauwand mit beidseitiger Beplankung

Trockenbauwand

Leichte Trennwände mit beidseitiger Beplankung und Metallständer 625 mm
Nasseinbau ohne Einbaustein oder Einschubset
Kein Wechsel, kein Riegel
Spalt für den Mörtelverguss </=150 mm

EI 90 (ve i↔o) – S